Östrogen- und Progesteronrezeptorenbestimmung (ER und PgR)
Die Bestimmung des Östrogen- und des Progesteronrezeptorstatus ermöglicht eine Aussage darüber, ob bei Patientinnen mit Mammakarzinom eine endokrine Therapie indiziert ist. Ein hoher Rezeptorstatus bedeutet eine höhere Ansprechwahrscheinlichkeit.
Zahlreiche Studien belegen die Korrelation zwischen der Rezeptorpositivität und dem Ansprechen auf eine Hormontherapie. Das Ansprechen auf eine Hormontherapie lässt sich um ca. 15 - 25 % genauer vorhersagen, wenn sowohl ER als auch PgR bestimmt werden; bei doppelter Positivität liegt diese Wahrscheinlichkeit zwischen 70 bis 80 %. Eine ER- und PgR-Positivität bedeutet ein funktionell intaktes Rezeptor- und Aktivierungssystem, denn der Progesteronrezeptor wird als Produkt des aktivierten Östrogenrezeptors gebildet. Die Bestimmung der Hormonrezeptoren (Oestrogen, Progesteron) erfolgt heute ausnahmslos immunhistochemisch am Paraffinschnitt. Hierfür kann Formalin-fixiertes Material verwendet werden.