Hintergrund: Seit längerem ist bekannt, dass bösartige Tumorzellen einen im Vergleich zu gesunden Zellen erhöhten Zuckerbedarf haben. Dabei hat man festgestellt, dass nicht alle Tumorformen einen gleichermaßen starken Zuckerbedarf haben. Auf der Suche nach einer Möglichkeit, diesen bei vielen Tumoren überproportionalen Zuckerstoffwechsel darstellen zu können, wurde eine Methode entwickelt, bei der einem Patienten zunächst radioaktiv markierter Zucker in die Vene injiziert und anschließend mit einer speziellen Kamera (PET) die Verteilung und Speicherung der Substanz gemessen wird. Dabei eignet sich die PET besonders zur Erfassung von Tumorabsiedelungen (Metastasen), in bestimmten Problemfällen auch für die primäre Diagnostik des Brusttumors. Die von uns geplanten Untersuchungen werden im Städtischen Klinikum Karlsruhe durchgeführt, da die Vincentiuskliniken gemeinsam mit dem Diakonissenkrankenhaus und dem Städtischen Klinikum ein PET-Gerät besitzen, dessen Standort im Städtischen Klinikum ist.
Ablauf: Die PET-Untersuchung kann ambulant durchgeführt werden und die Patientin sollte dafür über mindestens 12 Stunden nüchtern sein. Zunächst wird in eine Unterarmvene eine geringe Menge des radioaktiven Zuckers (18F-FDG) injiziert mit einer anschließenden Wartezeit von ca. 30-90 Minuten. Da alle Zellen mit erhöhtem Stoffwechsel diesen radioaktiven Zucker speichern, sollte sich die Patientin in diesem Zeitraum möglichst gut entspannen und keine Tätigkeit mit erhöhter Muskelanspannung durchführen. Anschließend wird die Patientin auf eine Liege gelegt und – wie bei einer CT-Untersuchung - in einen ca. 35 cm dicken Ring geschoben. Da der Ring schmal ist befindet sich immer nur ein kleiner Teil des Körpers in diesem Ring. Während der insgesamt 30-60 Minuten andauernden Untersuchung darf die Patientin ganz normal atmen, sollte sich aber nicht bewegen. Eine sorgfältige bequeme Lagerung erleichtert dies.